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Lourdespilgervereinswallfahrt Luthern-Bad: Gnadenquelle mitten im Napfgebiet

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Idyllische Vereinswallfahrt am Fusse des grünen Napfs im sagenumwobenen Luthertal mit kraftspendender Quelle. «Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füssen, sondern mit dem Herzen.»*
Dominik Lötscher,
Text: Simone Keller, Wädenswil
Fotos: Dominik Lötscher

Bereits die Busfahrt selbst mit den grandiosen Ausblicken auf das tiefgrüne Napfgebiet mit all seinen sanft gewellten Hügeln, Kreten, Gräben, «Chrächen» und «Eggen» sowie malerisch einzeln gelegenen Bauernhöfen war ein Hochgenuss! Busfahrer Hans Kälin steuerte uns alle ruhig und gelassen durch dieses pittoreske Naturgebiet am Fusse des Napfs, der auf 1406 M.ü.M. liegt und der höchste Gipfel des Mittellandes ist. Von hier aus verlaufen grüne Gräben sternförmig auch ins Luthertal, beginnend mit dem kleinen Dorf Luthern Bad. Mittels der geistlichen sowie auch sehr sachkundigen Leitung von Pfarrer Markus Dettling und der organisatorischen Leitung von Hans Peter Horr erfuhren wir alle viel über dieses Gebiet und dessen Historie. Der eigentliche Schatz von Luthern Bad liegt in der wenigen Gehminuten entfernten heilenden Quelle des «Badbrünnli» und der dazu gehörenden kleinen Gnadenkapelle. In der Wallfahrtskirche zelebrierte Kaplan Emil Schumacher von der Pfarrei Luthern Bad gemeinsam mit unserem Pfarrer Markus Dettling in lebendiger Pilgertradition zuerst eine andächtige Eucharistiefeier. Kari Langenstein, Alphornbläser aus Wauwil, begleitete uns musikalisch und in wunderschöner Tracht mit «Stella Alpina»-Edelweiss darauf. Das kulinarisch leckere Mittagessen erfolgte dann gemütlich zusammen im Gasthaus Hirschen. Genügend Zeit gab es auch zur individuellen wie auch gemeinsamen Erkundung rund um die Badbrünnli-Quelle, welche vom Bauer Jakob Minder gemäss den Anweisungen der ihm im Traum erschienenen Mutter Gottes freigelegt wurde und er durch dieses Quellwasser an Pfingsten 1581 wundersam von seiner Gichterkrankung geheilt worden war. Am Nachmittag erfolgte dann noch die gemeinsame Dankandacht mit Pfarrer Markus Dettling in der Wallfahrtskirche.
Organisator Hans Peter Horr überraschte uns alle auf der Rückfahrt mit der wunderbaren Idee, noch die weiss-grau strahlende Klosterkirche St. Urban im gleichnamigen Ort zu besuchen! Sie wurde 1711 von den Zisterziensern von Grund auf neu errichtet, da der Grundriss der ursprünglich mittelalterlichen Klosteranlage auch zu eng geworden war. Der Kirchbau erfolgte mit Vorarlberger Werktrupps bis 1717 und verbindet vorbildlich zisterziensische Baukunst («Doppelturm-Fassade») mit zeitgenössisch barocker Architektur. Der stündige Aufenthalt reichte aus, um das weite Interieur sowie eine der grössten, noch erhaltene Barockorgel Europas zu erforschen. Besonders das von Solothurner Bildhauern 1700-1706 geschaffene Chorgestühl aus Eiche und Nussbaum beeindruckte uns sehr und Pfarrer Markus Dettling gab umfassend wissend auch hierzu geduldig gute Auskunft. Nicht zuletzt umhüllte uns wie ein Mantel das klare, strahlend reine Weiss der hohen, barock mit Stuck verzierten Innenwände und Decken in einem Zauber von hellstem Licht und zarter Ruhe und Andächtigkeit. In dieser lichtvollen Idylle verblasst beinahe das oft menschlich irdische Laster und Übel der damaligen biblischen aber auch der heutigen Epoche, welches von Pfarrer Markus Dettling in der morgendlichen 1. Lesung aus dem Buch Habakuk 1,2-3; 2,2-4 zu vernehmen war: «Warum lässt du mich die Macht des Bösen erleben und siehst der Unterdrückung zu? Wohin ich blicke, sehe ich Gewalt und Misshandlung, erhebt sich Zwietracht und Streit. (…). Der Herr gab mir Antwort und sagte: Schreib nieder, was du siehst, schreib es deutlich auf die Tafeln, damit man es mühelos lesen kann. (…). Sieh her: Wer nicht rechtschaffen ist, schwindet dahin, der Gerechte aber bleibt wegen seiner Treue am Leben.» Die einzigartig grün intakte Naturlandschaft des gemütlichen Napfgebietes zuvor schenkte uns den sanften Frieden, sowie die Ruhe und Stille, die wir Menschen weltweit alle auch gerade in der heutigen Zeit zutiefst genauso benötigen wie Gerechtigkeit. Und selbst wenn wetterbedingt die Sonne nur in winzigen Momenten zwischen den grauen Wolken hindurch blitzte, so erlebten wir doch gemeinsam auf unserer diesjährigen Vereinswallfahrt Licht und Wasser von Himmel und Erde in aller wunderbar von Gott geordneten Vielfältigkeit.
«Gott ist die Ruhe, und er beruhigt alles. Ihn anschauen, heisst selber ruhen.»*

*Bernhard von Clairvaux: 1091-1153; frz. Zisterzienser-Abt und Theologe; im weissen Gewand gemalt auf Hochaltarbild in Klosterkirche St. Urban
Luthern Bad
Wallfahrt Lourdespilgerverein nach Luthern Bad
06.10.2019
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Verantwortlich: Dominik Lötscher
Bereitgestellt: 11.10.2019
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