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2. Fastensonntag

Kirchenchor<div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-waedenswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>287</div><div class='bid' style='display:none;'>4144</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>
«Geh Abraham … in ein Land, das ich dir zeigen werde!»
Sabine Zgraggen,
An diesem sonnigen zweiten Fastensonntag, inmitten der medialen Corona-Verunsicherung, haben wir auf besondere Art und Weise die Freundlichkeit Gottes neu erfahren dürfen! Das Thema der 1. Lesung, Gen 12, 1-4a), in welcher Gott den Abraham beruft, sein gewohntes Land zu verlassen (heute deshalb auch der «Tag des Judentums», Dies judaicus), korrespondiert mit dem royal-blauen Hungertuch, das im Altarraum aufgespannt ist. Das Motto der Kampagne von Fastenopfer lautete denn auch: «MENSCH – WO BIST DU?»

Das Evangelium vom Tag, Mt 17,1-9, führt uns die «Verklärung Jesu auf dem Berg» vor Augen. Für einen Moment konnten seine treuen Jünger eine mystische Erfahrung machen: Sie sahen den Gottessohn in einem gleissenden, weissen Licht! Für einen Moment stand ihnen der Himmel offen: Wir werden Gott schauen. Wir werden EINS mit diesem Gott sein. Auf Jesu Wort ist Verlass. Dies führte auch Diakon Andreas Neira in seiner Predigt aus, denn heute gäbe es viele Stimmen und auch esoterische Verheissungen. Diese lassen meistens mehr Verwirrung als Klarheit zurück.

Im gut besuchten Gottesdienst sang der Kirchenchor einmal mehr fulminant, mehrstimmig und lud mit erbaulichem Liedgut zum Mitsingen ein. Als Christian Enzler zur Kommunion noch seine Violine hervorholte und ein von ihm neu komponiertes Liedstück namens «Friedensfantasie» spielte, begleitet von Johanna Jud am Klavier, waren wir alle wie «verzaubert». Musik, welche die Liturgie unterstützt und so die Gegenwart Gottes unter uns preist, wird zu einer Freude, die trägt.

Die Fastenzeit lädt uns alle ein, uns wieder neu auf den Weg zu einer «inneren Mitte» zu machen. Christus selbst will unser Weg sein, zum Leben und zum Frieden.

Zum Dies judaicus: » www.bischoefe.ch/dialog/judentum
Mitsingen? » Kirchenchor


Einführung zum Hungertuch, gestaltet von Uwe Appold:
«Eine Kultur des sich Wohlfühlens und die Ideologie des unendlichen Wachstums lullen die Menschen heute ein. Sie bieten aber keine Antwort auf Gottes Fragen. Sie machen taub für die Schreie der Armen und der Schöpfung. Und lassen uns in Seifenblasen leben, die zwar schön, aber nicht mehr als schillernde Illusion sind.
Die Zerstörung der Lebensgrundlagen ist Tatsache, und eine Politik des «Weiter so!» kaum möglich. Die globalen Krisen verlangen nach gemeinsamem Handeln für unsere Welt, für das «eine gemeinsame Haus» (Laudato si‘, Papst Franziskus). Die Frage «Wo bist du?» wird zum «Wo seid ihr?».
Wir tragen die Verantwortung für unsere Erde, unser gemeinsames Haus. Dabei bleiben uns auch Leiderfahrungen nicht erspart. Wie ein Echo auf dieses «Mensch, wo bist du?» kann dann die Gegenfrage auftauchen: «Gott, wo bist du?» Der Künstler hat in das Erdfeld und den Goldring rote Farbe gemischt: Ausdruck von Gottes Passion für die Menschen. Com-Passion, Leidensweg und Leidenschaft zugleich.
Ein neues Haus, ein neuer Himmel und eine neue Erde können Wirklichkeit werden! Eine neue Gemeinschaft, ein gutes Miteinander aller Menschen, ein anderes Verständnis von Fortschritt mit Raum für das Ewige, für Gottes Präsenz. «Mensch, wo bist du?» – «Hier bin ich!», «Gott, wo bist du?» – «Mensch, hier bin ich.»

Quelle: » sehen-und-handeln.ch//

2. Fastensonntag
08.03.2020
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Bereitgestellt: 08.03.2020
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