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Josef auf der Spur

heiliger Josef <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Sabine&nbsp;Zgraggen)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-waedenswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>335</div><div class='bid' style='display:none;'>4974</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>
Den heiligen Josef neu entdecken.
Sabine Zgraggen,
Papst Franziskus hat am 8. Dezember 2020, 150 Jahre nachdem Pius IX. den Heiligen Josef zum Schutzpatron der Kirche ausgerufen hat, ein „Jahr des Hl. Josef“ ausgerufen und das Apostolische Schreiben Patris Corde veröffentlicht.

Wir wollen das Thema aufgreifen und einen neuen Blick aus verschiedenen Richtungen auf den Heiligen Josef werfen.

Es gibt in der Schweiz die Tradition den Heiligen Josef zu verehren. Josefs-Figuren und Kapellen sind in diesem Jahr einmal neu zu suchen. Man kann über die ehemalige Volksfrömmigkeit lächeln, doch entspricht es bester katholischer Praxis, sich eine belebte geistige Welt vorzustellen und sich mit heiligen Vorbildern zu befassen.

Wie uns die Betrachtung der Muttergottes zu ihrem Sohn führt, so führt uns auch der Heilige Josef zu einer Haltung des Hörens auf «Gottes Stimme».

Eine kleine Wallfahrt führte uns zu einem Besuch der Josefskapelle in Rüstenschwil, Gemeinde Auw im Aargau. Auw ist vielleicht einigen von uns bekannt, weil hier die 2008 heiliggesprochene Sr. Maria Bernarda Bütler ihren Geburtsort und eine kleine Gedenkstätte hat.

Die Josefskapelle liegt schmucklos an der Hauptstrasse eine kleine Ortschaft weiter. Wer die Kapelle betritt, kommt in einen nur spärlich eingerichteten Raum. Es gibt keine Ecke, wo man eine Kerze anzünden könnte. Das alte, etwas verwahrlost wirkende «Gästebuch», lag unbeachtet herum. Der Stift zum Einschreiben war vertrocknet.

Nichtsdestotrotz sehen wir am Hauptaltar einen gütigen und liebevoll schauenden Josef. Er hat Jesus als Kind auf dem Arm und scheint mit IHM im Gespräch. Er lehrt und unterweist ihn. Wir wissen aus der Bibel sehr wenig aus dem Leben des Heiligen Josef. Doch dürfen wir davon ausgehen, dass er Jesus erzogen und auch den Beruf des Zimmermanns beigebracht hat. Wer damals einen Beruf lernte und ausübte, gehörte nicht zu den Armen. Vielmehr dürfte Jesus immerhin in der Gegend weit herum gekommen und seinen Vater bei dessen Aufträgen begleitet haben.

«Ist das nicht der Sohn des Zimmermanns?», heisst es etwas spöttisch, nachdem sich Jesu Auserwählung zu zeigen begann. Man kannte ihn als Zimmermannssohn.

Unter anderem auch deshalb musste Jesus lernen, seinen eigenen Weg zu gehen, unabhängig davon, was die regionale Bevölkerung dachte und sagte. Ein Prophet hat in seinem Heimatland keinen Erfolg. Eine Erfahrung, die auch Jesus machte. Das «Korsett» der Vorstellungen von Bekannten und Verwandten war zu eng.

Wer diese kleine, schmucklose Kapelle besucht, findet einen gütigen Blick von Josef. Er lächelte! Uns schien, dass der Besuch ihn gefreut hat. Es ist – auch in Corona-Zeiten – jedem Gläubigen überlassen, solche abgelegenen Orte zu besuchen und eine fröhliche Andacht zu halten.

So haben wir diesen verlassenen Ort ein wenig belebt. Es machte Freude und wir spürten Segen. Wenn wir das nächste Mal hinfahren, werden wir Blumen, Kerzen und Gebetsbilder mitnehmen, um ihm und IHM die Ehre zu erweisen! Es wäre doch schön, wenn wir in diesem Jahr solche Orte vermehrt suchen und finden.

Auf dem Rückweg fuhren wir noch am Kloster Heiligenkreuz vorbei. Die Olivetaner Benediktinerinnen
leben hier. In der Klosterkirche fanden wir eine weitere, besondere Darstellung des Heiligen Josef! Er steht rechts im Kirchenschiff mit zwei Tauben in der Hand! Wie wir an diesem Wochenende durch Zufall aus dem Evangelium hörten, waren die zwei Tauben die Opfergabe Josefs, um nach jüdischem Brauch den Erstgeborenen «auszulösen».

Maria und Josef haben den jüdischen Glauben mit seinen Geboten und Gesetzen geachtet. Ein weiterer Aspekt, der uns in diesem Jahr begleiten kann.

*

Ein kurzes Gebet, das auch unseren Sterbenden hilft:

Heiliger Josef, Nährvater Jesu Christi
und wahrer Bräutigam der seligsten Jungfrau Maria
bitte für uns und für die Sterbenden dieses Tages / dieser Nacht!


zur Infoseite » Jahr des heiligen Josef
Josef auf der Spur
07.02.2021
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Fotograf/-in
Sabine Zgraggen

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Felix Zgraggen <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Sabine&nbsp;Zgraggen)</span>
Verantwortlich: Felix Zgraggen
Bereitgestellt: 07.02.2021
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