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Wädenswiler Kreuzweg und die Ich-Bin-Worte Jesu

Wädenswiler Kreuzweg,  (Foto: Sabine Zgraggen)
Christen folgen Jesus auf seinem Leidensweg und tragen ein grosses Holzkreuz durch die Strassen von Wädenswil.
Sabine Zgraggen,
6 Kreuzwegstationen in Wädenswil gemeinsam gehen

Sie haben es wieder getan: Die Christinnen und Christen der Stadt Wädenswil machten sich an Gründonnerstag gemeinsam auf den Weg, um ein überlebensgrosses Holzkreuz schweigend durch die Strassen der Stadt zu tragen.

Das diesjährige Leitmotiv der methodistischen, reformierten, katholischen, neuapostolischen Kirche und der Pfingstgemeinde waren sechs ICH-BIN-WORTE Jesu aus dem Johannesevangelium. Der Auftakt war an der Rosenbergkapelle, wo sich zunächst alle Gläubigen beim Contact-Tracing registrierten und mit gebührendem Abstand draussen – und mit Mundschutz – auf den Beginn warteten. Gut 40 Gläubige waren bei schönstem Wetter gekommen.

Pfarrer Peter Gumbal von der evangelisch-methodistischen Kirche begann Punkt 17 Uhr mit dem «Ich-bin-das-Brot»-Wort. Zwei Freiwillige wurden gesucht, das Kreuz zum Glettiseplatz in die Fussgängerzone zu tragen. Sehr interessant, wie viel Strassen-Lärm rund herum auffällt, während man innerlich ruhiger wird.

Dass Christus das Licht ist, hörten wir von Priester Lothar Schröder. Erstmals war die Neuapostolische Kirche an diesem ökumenischen Anlass vertreten. Weiter ging es zum Bahnhof, vorbei an Jugendlichen und vielen Menschen, die ihre Einkäufe erledigten. Am Bahnhof angekommen rief ein Passant, als das Kreuz sehr nahe an ihm vorbei getragen wurde, drei Mal: «Wer bist du?».

«Ich bin die Tür», die Tür ins Leben und in die Freiheit, klang es eine Ecke weiter von der reformierten Pfarrerin Undine Gellner. Inzwischen waren wir als Gruppe spürbar. Es tat gut, gemeinsam Jesu Leidensweg im Heute mitzugehen.

Die nächste Strecke ging wieder stadteinwärts in den Rosenmattpark. Passend führte Pfarrerin Undine Gellner dort aus, dass Jesus der Weinstock ist und wir die Reben. Die Verbundenheit mit IHM schenkt uns die nötige Kraft, unseren Weg weiterzugehen.
Das längste Wegstück lag vor uns. 4 kräftige Helfer wurden gesucht, um abwechselnd das Kreuz hoch zum grossen Einkaufszentrum zu tragen.
«Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben», führte Diakon Felix Zgraggen dort aus. Beim Weg wäre man sich meistens noch einig, doch was die Wahrheit ist, sei anspruchsvoller. Werte, die nicht vergehen, wären gemeint. Werte, die sich im Leben bewährt haben und nicht vergehen.
Gerne nahmen danach alle den letzten kleinen Anstieg in Kauf, um sich vor der Pfingstgemeinde im grossen Kreis ein letztes Mal zu versammeln. Pastor Oliver Affolter las aus Johannes 19,17-19 vor. Jesus wird zwischen zwei Verbrechern gekreuzigt. Ein Gott, der unter uns Menschen sein will. Der unsere Schuld trägt. Das Schild «Jesus von Nazareth, König der Juden», verwies auf das letzte Ich-bin-Wort: Jesus ist Mensch und König. «Und wir sind seine Prinzen und Prinzessinnen», führte Oliver Affolter nicht ohne ein kleines Schmunzeln aus.

Danach gab es die Möglichkeit, an verschiedenen weit auseinander stehenden Tischen ein Stück frisches Brot, Wasser und Traubensaft mit auf den Weg zu nehmen. Gestärkt gehen wir nun in den Karfreitag und das Osterfest hinein.
Wädenswiler Kreuzweg 2021 Ich bin
01.04.2021
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Fotograf/-in
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