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Das Mysterium des Glaubens - Ostern 2021

Ostersonntag icon2 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Sabine&nbsp;Zgraggen)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kath-waedenswil.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>2</div><div class='bid' style='display:none;'>5091</div><div class='usr' style='display:none;'>2</div>
Wer die Gottesdienste der Karwoche und Ostern mitfeiert hat die geistlichen Übungen für ein ganzes Jahr getan - so eine alte Volksweisheit.
Sabine Zgraggen,
In der Karwoche haben wir uns Schritt für Schritt dem Ostergeheimnis genähert: Vielleicht auf dem "Wädenswiler Kreuzweg" an Gründonnerstag, wo wir das schwere Holzkreuz durch Wädenswil trugen, im Abendmahlsgottesdienst mit Fusswaschung, oder in der stillen Anbetung, die in unserer Pfarrei die ganze Nacht hindurch bis an Karfreitag um 12 Uhr andauerte. Zu jeder Nachtstunde waren Gläubige anwesend. Ein paar Jugendliche stellten sich sogar für 3 Uhr nachts den Wecker.

Zur Todesstunde von Jesus, Karfreitag um 15 Uhr, waren wir zur Kreuzverehrung eingeladen, ob per Live-Stream am TV, in der Kirche oder in den Pfarrsälen. Viele Gläubige hatten Freude an den Angeboten, und die abgezählten Plätze waren alle schnell belegt. Die eigenen Fragen und Sorgen zum Kreuz zu bringen, darf als schöpferischer Akt bezeichnet werden. Denn was wir denken, fühlen, erleben, ist Gott kostbar.

Am «Tag der Grabesruhe», Karsamstag, war es hinter den Kulissen gar nicht «ruhig», denn es wurde bereits für die Osternacht geprobt und die Kirche geschmückt... Jedes Jahr zieht die Feier der Osternacht mit dem Feuer Gläubige an. Wie die Osterkerze – auch in diesem Jahr hat Dominik Lötscher sie entworfen und kunstvoll gestaltet – mit dem dreimaligen Ruf «Lumen Christi», Christus das Licht, in die dunkle Kirche getragen wird, und wenn dann das Exultet, das Osterlob, erklingt, das zählt zu den sinnlichsten und eindrücklichsten Momenten unserer reichen Tradition. Leider können wir wegen Corona noch nicht so ganz zusammenrücken. Doch der Blick auf CHRISTUS eint unsere Herzen, ob von nah oder fern.

Ein Osterwitz, den Diakon Felix erzählte, brachte die Anwesenden zum Schmunzeln: Drei Studenten fahren zum Zelten. Ein Maschinenbaustudent weckt seine WG-Freunde: Er weist sie auf den beeindruckenden Sternenhimmel und fragt: Was sagt euch dieser Anblick? Der Astronomie Student weiss, dass es 70 Trilliarden Sterne und etwa 100 Milliarden Galaxien gibt. Der Theologiestudent ist ergriffen, er schwärmt, dass der Anblick auf die Grösse und Allmacht Gott verweise. Nun wird der Maschinenbaustudent noch nachdenklicher und sagt: Es bedeutet schlicht und einfach, dass jemand unser Zelt gestohlen hat.

Auf die Erfahrungen am leeren Grab übertragen, hiesse das, dass jeder und jede von uns seine eigene Wahrnehmung und Deutung von Situationen hat. Auch die Jünger*innen erlebten Ostern ganz persönlich und jeder aus seiner Perspektive. Und wie sie damals sind wir heute auf die Hilfe Gottes angewiesen sind, um wirklich zu begreifen, was an Ostern geschieht! Ohne diese Erfahrungen gäbe es heute keine Christen und keine Kirche. Durch all die Jahrhunderte hindurch erreicht uns die zentrale Botschaft der Auferstehung der Toten.

Am Ostersonntag – fast könnte man denken, dass es keine «Steigerung» mehr gibt – wurden wir in der besonders festlichen 10 Uhr Messe von Sängerinnen und Sängern des Opernchors Zürich verwöhnt. Sie sangen aus der Messe in D von Johann Georg Albrechtsberger. Kataschina Schimska, Sopran – Elena Paunoviz, Alt – Gregory Finch, Tenor – und Christian Enzler, Bass, begleitet von Johanna Jud, Orgel, öffneten für uns stellvertretend mit ihrem Gesang und ihrer Musik den Himmel.

Und es ist noch nicht vorbei! Der Ostermontag, mit Morgenmesse und dem ökumenischen «Morgenmahl am See», schenkt einen zweiten Blick auf das Fest und führt zurück in den Alltag: Wer die Fülle erfahren hat, kann hinterher grosszügig mit Anderen daraus teilen! Gehen wir los, hin zu den Menschen, die auf uns warten.
Ostersonntag 2021
04.04.2021
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Fotograf/-in
Sabine Zgraggen

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Felix Zgraggen <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Sabine&nbsp;Zgraggen)</span>
Verantwortlich: Felix Zgraggen
Bereitgestellt: 04.04.2021
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