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Lange Nacht der Kirchen - auch bei uns

Anbetung (Foto: Sabine Zgraggen)
Ein Zeichen der Hoffnung setzen in speziellen Zeiten.
Sabine Zgraggen,
Was in Österreich seit 2003 ein etablierter Anlass ist, hat nun auch die Schweiz erfasst. 8 Kantone nahmen Freitagabend den 28.5. an der «Langen Nacht der Kirchen» teil. Mit hunderten von Anlässen, konnten sich Menschen auf den Weg machen, «Kirche» auf vielfältige und bunte Art und Weise zu entdecken. Gemäss Pressebericht war das Ganze ein voller Erfolg. In einer Mitteilung der Kirchen Bern/Solothurn heisst es:
«Die Kirchen wollten ein Zeichen der Hoffnung setzen: dass das Leben weitergeht, mit seinen
lustigen, besinnlichen und inspirierenden Seiten. Das ist ihnen offenbar gelungen. Rund 8700
Männer, Frauen und Kinder strömten am Freitag in die Kirchen und Kirchgemeindehäuser
von Moutier bis Meiringen und von Balsthal bis Lenk. Die Kirchen der Kantone Bern und
Solothurn führten die Lange Nacht der Kirchen gemeinsam und ökumenisch durch.
Aus Gewohntem ausbrechen: Längst nicht alle Teilnehmenden hatten zuvor engen Kontakt mit der Kirche, manche standen ihr auch kritisch gegenüber. So meinte eine Mutter in Kirchberg: «Ich bin ja keine grosse Kirchgängerin. Aber heute bin ich gerne gekommen.»


Erstmalig machte auch unsere Pfarrei mit und entzündete symbolträchtig ein Feuer vor dem Eingang. An diesem schönen Frühsommerabend konnte man in die besondere Gegenwart Gottes eintauchen. Denn das Pfarrteam hatte sich entschieden, stille und musikalische Anbetung im Wechsel bis elf Uhr nachts anzubieten.

Wir wollten auf eine erlebbare Gemeinschaft verweisen und den kostbarsten Schatz unserer Religion in die Mitte stellen: Christus in seiner verborgenen und doch sichtbaren Gegenwart. Diese zutiefst mystische Tradition war anziehend genug! Wer zum Beispiel um 21 Uhr die Kirche betrat, erlebte eine freudige, lichtreiche und andächtige Versammlung von an die 50 Besucher*innen.
Ein kleines Empfangs-Komitee stand mit strahlenden Gesichtern bereit. Wer kam, erhielt eine kleine Kerze, Zündhölzer und ein Traubenzucker geschenkt. So wurde das Lichtermeer, je dunkler es draussen wurde, in der Kirche immer heller. Besonders berührende Momente konnten wir mit der wunderschönen Livemusik vom Chörli und vom Ensemble Jugendmesse mit Christian Enzler erleben.
Mit gesprochenen Inputs wurde eingeladen, die Freude der letzten Woche, aber auch die «unlösbaren Knoten» zu Christus zu bringen. In den DIALOG mit IHM einzutreten. Der erfahrbare Frieden, der den ganzen Raum erfüllte, war wunderbar! Wer wollte, konnte mit einem Priester sprechen oder das Sakrament der Versöhnung empfangen. Für die Jugend gab es ein eigenes Zusatzprogramm mit Kurzfilm Etzelzentrum.
Danach lud die Pfarrei noch zum «Schlummertrunk» im «Chilekafi», sowohl für Erwachsene wie für Jugendliche, ein. Zugegebenen, man sah meist bekannte Gesichter und es wäre für die Zukunft hin wünschenswert, wenn mehr religiösen Gemeinschaften sich an dieser Bewegung beteiligen würden, so dass auch die breitere Bevölkerung Lust bekommt, verschiedene spirituelle Angebote und Traditionen vor Ort näher kennen zu lernen. Doch – unter den noch immer gültigen Corona-Bestimmungen – war dies ein erbaulicher und sehr positiver Beginn. Diejenigen, die kamen, gingen glücklich(er) heim.

Eine Frau meinte im Anschluss: «Das war ja noch schöner als Weihnachten!» Und wieder jemand anderes sagte: «Ich kam innerlich zur Ruhe, die Musik hat mich so berührt».
Einen herzlichen Dank an alle, die mithalfen, unsere Kirche freundlich und einladend zu zeigen.
Lange Nacht 21
30.05.2021
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Fotograf/-in
Sabine Zgraggen

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Felix Zgraggen (Foto: Sabine Zgraggen)
Verantwortlich: Felix Zgraggen
Bereitgestellt: 30.05.2021
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