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Verabschiedung von Diakon Felix Zgraggen

Abschied Felix Zgraggen (Foto: Beat Wiederkehr): Apéro zum Abschied von Felix Zgraggen
Bei einem währschaften Apéro mit Grillwurst und Brot verabschiedete unsere Pfarrgemeinde nach der Sonntagsmesse vom 26. September Diakon Felix Zgraggen. Nach elf Jahren vielfältigen Engagements in der Jugend-, Familien- und Seniorenpastoral sowie in der Erwachsenenbildung und Liturgie wechselt er nun in die Thalwiler Pfarrei Felix und Regula.
Beat Wiederkehr,
Pfarrer Markus Dettling und Kirchenpflegepräsidentin Rita Bolliger sprachen mit persönlichen Worten Felix ihren herzlichen Dank aus. Mit seiner Frohnatur und Offenheit baute er Brücken zu unterschiedlichsten Menschen. Wir alle werden ihn und sein Wirken sehr vermissen!

Mit einem Blick auf vergangene und neue Herausforderungen sprach Pastoralassistent Beat Wiederkehr mit Felix.

Beat: Du hattest während deinem elfjährigen Schaffen für unsere Pfarrei zahlreiche Menschen kennengelernt. Welches war eine deiner eindrücklichsten Begegnungen?

Felix: Da gibt es viele Geschichten, die ich erzählen könnte, von der Taufe des Kindes einer alleinerziehenden Mutter, bei der wir auf einmal ein halbes Orchester nur für die musikalische Gestaltung hatten, bis zur schwer erkrankten Mutter, die noch auf dem Sterbebett ihre Kinder und ihren Mann getröstet und gestärkt hat.

Beat: Du hast uns als Diakon gedient. Was bedeutet dir dieses Amt und wie ist deine Berufung dazu gewachsen?

Felix: In der Ausbildung hiess es, das symbolisiere den dienenden Christus. Jesus hat gemäss den Evangelien unzähligen Menschen «gedient», ist für die Wahrheit eingestanden und hat Menschen in Not geholfen. Von diesem «Wort» fühle ich mich angesprochen und herausgefordert. Das Amt hat mir geholfen, nicht im luftleeren Raum zu wirken, sondern mit den Geschenken und der Rückendeckung der Kirche sozusagen.

Beat: Was ist für dich im Zusammenwirken einer Pfarrgemeinde besonders wichtig?

Felix: Den Schatz in den irdischen Gefässen nicht zu verlieren. Damit meine ich jetzt nicht allein die Sakramente, sondern auch die Charismen, die jede und jeder beisteuern kann für ein gelingendes Miteinander. Wie jedes böse Wort seine Kreise ziehen kann, so ist auch kein Bemühen um Ausgleich, Versöhnung und Frieden vergebens. Wir haben alle unsere Grenzen. Und wir geben lieber allen andern die Schuld als unsere eigenen Anteile aufzuarbeiten. Ich auch. Das meine ich, mit «irdischen Gefässen». Immer wieder habe ich erlebt, wie Gott auch auf diesen krummen Zeilen gerade schreiben kann. Eine unglaubliche Freude erfüllt mich von Zeit zu Zeit, unverhofft und unbändig. Das gibt Kraft und Mut und lässt mich für die Zukunft hoffen.

Beat: Was lässt dich manchmal verzweifeln?

Felix: Ich persönlich versuche, nicht mit dem Kopf gegen die Wand zu rennen, sondern nach Türen und Ritzen zu suchen, bis ich eine gefunden habe, also jene Möglichkeiten zu nutzen, die es gibt. Frag mich lieber nach meinen Träumen, das motiviert mehr.

Beat: Wie gelingt es dir, immer wieder Kraft und Zuversicht für deinen Dienst zu schöpfen?

Felix: Das geschieht in der Stille, ohne dass ich es genau in Worte fassen könnte. Und auch in der Begegnung mit den Menschen, so ganz nebenbei, würde ich sagen. So möchte ich allen danken, die mich ertragen haben und die mir etwas von der Menschenfreundlichkeit Gottes geschenkt haben.

Beat: Herzlichen Dank für deine persönlichen Gedanken und Gottes reichen Segen für dich, deine Familie und dein künftiges Wirken!

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Beat Wiederkehr (Foto: Sabine Zgraggen)
Verantwortlich: Beat Wiederkehr
Bereitgestellt: 28.09.2021
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