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St. Mary Philharmonic

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Andreas Neira
Es hat angefangen. Musik aus Leidenschaft.
Felix Zgraggen,
Lieber Andreas, du bist jetzt seit August bei uns als Seelsorger tätig, bist du in Wädenswil gut angekommen?
Ja, sogar sehr gut, einige Dinge waren mir bereits vertraut, da ich damals, während des Theologiestudiums, mein Pfarreipraktikum bei euch in Wädenswil absolvieren
durfte. Wädenswil war mir all die Jahre in guter Erinnerung geblieben.

Was gehört zu deinen Arbeits-Schwerpunkten?
Derzeit trage ich die Hauptverantwortung für den ganzen Bereich der Katechese, die Firmung, die Ministrantenarbeit und den Jugendtreff. Darüber hinaus kommen Wortgottesdienste und seelsorgerische Aufgaben in den Altersresidenzen, sowie Beerdigungen hinzu.

Wie kamst du überhaupt zu deinem Dienst in der Kirche?
Das ist gar nicht so einfach zu beantworten. Es gab dafür wahrscheinlich verschiedene Gründe, die mich letztendlich zu einem kirchlichen Beruf geführt haben. Ich möchte dabei betonen «geführt», mit Sicherheit habe ich es nicht einfach für mich so entschieden. Einen möglichen Grundstein für diesen Berufsweg wurde in
meiner Kindheit und Jugendzeit gelegt. Schon im Alter von zwölf Jahren tat ich meine ersten Schritte an der Orgel in der damaligen Pfarrei und wurde so bereits sehr früh, für den Orgeldienst eingesetzt. Weiter war ich bis zum 18. Altersjahr ein engagierter Ministrant. Dazu kam ein religiöses Elternhaus, wo viel über Welt und Kirche diskutiert wurde. Der frühe Kontakt durch die Musik mit den Benediktinern von Disentis tat das Weitere dazu.

Was gefällt dir besonders? Deine Stärken? Was sind Herausforderungen?
Das Besondere an meinem Beruf ist, und darin sehe ich eine sehr grosse Verantwortung, die wir Seelsorger inne haben, dass man Anteil hat am Leben der Menschen,
in Freud und Leid. Die ganze Pfarreiarbeit ist eine nie nachlassende Herausforderung, weil wir es mit Menschen zu tun haben in bestimmten sensiblen Lebensbereichen und Situationen. In einer wertschätzenden Offenheit auf die Menschen zuzugehen, mit dem nötigen Mitgefühl, das kann man durchaus vielleicht als Stärke von mir sehen.

Wurde dir die Begeisterung für die Musik in die Wiege gelegt?
Ich stamme nicht unbedingt aus einem sehr musikalischen Elternhaus, wir sind keine Musikerfamilie, obwohl es in meiner weiteren näheren Verwandtschaft durchaus Berufsmusiker gibt. Es war die Liebe auf den ersten Ton. Meine erste Begegnung mit klassischer Musik war eine Schallplatte aus der Sammlung meiner Grossmutter. So viel ich mich erinnern kann, waren darauf ausschliesslich Ouvertüren von Franz von Suppé, gespielt von den Berliner Philharmonikern unter Herbert von Karajan. Das Klangerlebnis der darauf zu hörende Ouvertüre «Leichte Kavallerie», entzündete in mir das Feuer und die Leidenschaft für diese Musikrichtung.

Musiziert ihr zu Hause mit den Kindern?
Meine Frau und ich singen, spielen je nach Möglichkeit mit den Kindern. Johanna (3 Jahre) «kratzt» dann auf ihrer 1/8-Geige, Elisabeth (2 Jahre) versucht sich auf der Blockflöte, Christina (7 Monate) schüttelt kraftvoll die Rassel, Papa spielt auf dem Klavier und die Mama singt. So, das Klangbild kann man sich ja vorstellen, doch es geht nicht um eine perfekte Performance, sondern einfach um pure Freude und Leidenschaft am Musizieren.

Feuriges Blut aus Südamerika und klassische Musik?
Mein Vater stammt aus Südamerika, aus Lima Peru. Die Mutter aus dem Bündner Oberland. Musik kennt keine Grenzen, sie verbindet, sie ist leidenschaftlich. Klar gibt es in der Klassik hörbare Unterschiede von Leidenschaft, vielleicht ist sie bei einigen Komponisten eher verhalten, doch sie ist hörbar da. Ohne Leidenschaft kann man keine Musik machen …

Du bist schon länger «chriblig» mit einem speziellen Projekt. Startschuss steht unmittelbar bevor?
Das Projekt ist ein neues Symphonieorchester für alle Musikerinnen und Musiker jeden Alters, die Leidenschaft und eine aussergewöhnliche Spielfreude mitbringen. Das Orchester ist kein eigentliches Kirchenorchester! Es geht darüber hinaus, wir spielen für Menschen in Not, dabei stehen die Kinder besonders im Fokus. Das Orchester soll die Projekte selber auswählen können, für das es gerade eine Saison lang probt und spielt. Was daraus noch alles entstehen kann, wir lassen uns überraschen …

Woher kommt der Name?
Die St. Mary Philharmonic, so heisst der Name des neuen Orchesters. Mit Sicherheit eine Anlehnung an unserer Pfarrei St. Marien – aber nicht nur. Wie schon gesagt, es ist kein Kirchenorchester im eigentlichen Sinn. Die Mutter Gottes scheint mir für dieses Konzept der richtige «himmlische» Beistand. Wir gehen auf Weihnachten zu, Maria die Mutter Gottes, sie ist völkerverbindend und Mutter für alle Menschen, die ihre Hilfe suchen.

Wer darf mitmachen? Was muss man können? Was werdet ihr spielen?
Es dürfen alle mitmachen, die ein Orchesterinstrument spielen, Musikerinnen und Musiker jeden Alters, Profis, die sich angesprochen fühlen und Laienmusiker, Kinder und Jugendliche. Wir suchen Geige, Bratsche, Cello, Kontrabass, Flöte, Oboe, Klarinette, Trompete, Waldhorn, Posaune, Tuba, Percussion, Timpani. Ich möchte nicht so viel verraten, und auch das Orchester soll seine Stimme dazu haben, doch ein Stück werden wir in unser Programm nehmen, nämlich die 5. Symphonie von Ludwig van Beethoven. Die Frage nach dem Niveau möchte ich nicht beantworten, man soll kommen und mitmachen. Was zählt, ist die Leidenschaft und die mitreissende Spielfreude – jeder lernt vom andern und so wird man gemeinsam immer besser. Nur Mut!

Dein Wort zum Schluss?
Mit den Ohren des Herzens musizieren wir, mit den Händen des Herzens helfen wir und mit dem Verstand des Herzens beten wir …

Wir haben mal den Grossen Saal reserviert für den Samstag 25. November, um 10.00 Uhr im Etzelzentrum, Etzelstrasse 3. Ich hoffe, der wird ausreichen!
Vielen Dank für das Gespräch!
Mit Andreas Neira sprach Felix Zgraggen.

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Andreas Neira
25.11.2017
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Fotograf/-in
Sabine Zgraggen

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Pfarrei St. Marien
Röm.-kath. Pfarramt
Etzelstrasse 3
8820 Wädenswil
044 783 87 67
Felix Zgraggen
Verantwortlich: Felix Zgraggen
Bereitgestellt: 28.11.2017
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