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Das Evangelium weitertragen

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Feierlicher Abschiedgottesdienst mit Pfarrer Peter Camenzind, der nach Schwyz weiterzieht.
Sabine Zgraggen,
Abschiedsgottesdienst mit Pfr. Peter Camenzind
Sonntag, 4.2.2018

Die Sonne kam eben durch die Wolken hindurch, als der Abschiedsgottesdienst von unserem langjährigen Pfarrer Peter Camenzind um Punkt 10 Uhr begann! In einem feierlichen Einzug konnte unser Pfarrer ein vorläufig letztes Mal durch die bis auf den letzten Platz gefüllte St. Marienkirche schreiten; mit an seiner Seite zogen Dekan Adrian Lüchinger (Pfarrer, Horgen), Pfr. Don Gabor (Italienermission), Pfr. Don Gil (Spaniermission), Pfarradministrator Markus Dettling, César Mawanzi (priesterlicher Mitarbeiter) und die beiden Diakone Felix Zgraggen und Andreas Berlinger (Richterswil) - samt zahlreicher Ministranten und Ministrantinnen - ein.
Die Choral-Schola stimmte unter der Leitung von Christian Enzler den Introius an, so dass sofort eine besinnliche Stimmung entstand.
Sehr ruhig, wachsam und mit einer tief dankbaren Haltung, führte Peter durch diese Feier. In seiner Predigt kam er auf ein Wort zu sprechen, das ihm schon immer wie ein Hauptwort aufgefallen sei und auch heute wieder vorkam: E V A N G E L I UM – die Frohe Botschaft. Wir hören jeden Sonntag aus den Evangelien, sei es nun Lukas, Johannes, Matthäus oder Markus. Aber bereits bevor es diese Evangelien gab, war das Wort Gottes schon lebendig. Es war und ist immer schon da – in den Menschen! Und es bewirkt in einem jeden von uns das, was es bewirken will. Weit über uns selbst hinaus. Und das wäre auch das Wichtigste, dass jede und jeder auf seine Art und Weise die Frohe Botschaft weiter trägt!
Er könnte gewisse Entwicklungen innerhalb der Gesellschaft und Kirche bedauern, aber eines sei für ihn klar, das Evangelium werde immer «der Sauerteig» oder «die Prise Salz» sein, welche unsere Welt bereichert. Egal wie gross oder klein die Christenschar wäre. Durch uns und mit uns geht es weiter.
In seiner Predigt kam er auch auf die 14 wertvollen Jahre in unserer Pfarrei zu sprechen, wo er viele persönliche Kontakte knüpfen konnte, Freudiges und Dramatisches erlebte und von denen einige Kontakte sicherlich weitergingen. Dabei bekannte er aber auch seine eigenen Schwächen und hoffte auf gegenseitiges Verzeihen. Nicht alles könne gelingen. Es schwang sehr viel Lebensweisheit und Milde mit.
Genau auf Letztere, nämlich seine Milde, kam in einem Schlusswort auch Dekan Lüchinger zu reden. Er brachte ein Zitat von Meinrad Inglin, welcher Milde und Weisheit einem Pfarrer von Schwyz zusprach. Ein Zitat, das auch auf Peter zuträfe, zumal er ja jetzt nach Schwyz ginge. Lüchingers Worte erhielten fühlbare Zustimmung durch alle Anwesenden, welche auch heftig applaudierten, als 12,5 kg Lesestoff durch Diakon Felix angeschleppt wurden. Als Einstimmung auf seine neue Pfarrei Schwyz – gleich mehrere Lexika-Bände über den neuen Ort.
Pfarrer und Freund Don Gabor schloss sich mit einem Geschenkkorb feinster italienischer Spezialitäten an. Wobei er den Essig und das Öl gemäss eines Zitates von Ignatius betonte. Es bräuchte beides für eine gute Salatsauce – und auch im Leben: das «Saure» und das «Ölige». Auch hier gab es Applaus und anerkennende Gesten.
Mit der Möglichkeit, den Blasiussegen zu empfangen, endete dieser andächtige, besinnliche und schöne Gottesdienst – und in grossen Scharen strömten die Anwesenden zum Etzelsaal rüber, wo ein üppiger Apéro – vorbereitet und ausgeführt vom Frauenverein – gesponsert von der Kirchenpflege, auf alle wartete.
Die Kollekte des Tages geht an unsere Schwestergemeinde Salvador de Bahia in Brasilien. Peter besucht sie in ein paar Tagen.
*
Beim festlichen Apéro hatten einige Kinder Tränen in den Augen, als sie sich von Pfarrer Peter verabschiedeten. Mit herzlichen Worten wurden Präsente übergeben. Rita Bolliger, Präsidentin der Kirchenpflege, liess die letzten Jahre Revue passieren, zahlreiche Stationen wurden auch bildlich aufgeführt, die Peter bei zig Lagern, Gruppen, Ausflügen, Reisen und Anlässen zeigten. Ihm wurde eine lederne Tasche mit Inhalt überreicht, die ihm bei seiner weiteren Arbeit und dem Besuch von Bedürftigen behilflich sein kann! Peter bekam dazu noch eine Wädenswiler Antonius-Kerze, die nach vier Stunden automatisch löscht - damit ihn das Licht überallhin begleitet.
Elisabeth Ulrich, Präsidentin vom Katholischen Frauenverein, trat ans RednerInnenpult und übergab unter applaudierendem Lachen Geschenke für das neue Pfarrhaus, wo die Küche bisher nicht eingerichtet wäre. Diese Geschenke nahm Peter besonders gerne an.
Pastor Bernhard Hunziker von der Freien Evangelischen Gemeinde Fuhr trat zu ihm auf die Bühne und sprach ein freies Gebet zum Geleit. Pfarrer Ernst Hörler, reformierte Kirche, brachte Grüsse aus seiner Gemeinde mit und bedankte sich für die gute ökumenische Zusammenarbeit.
Schlussendlich trat auch Stadtpräsident Phillipp Kutter hervor, zog Parallelen vom Pfarrhaus und Stadthaus, wobei er in Letzterem einen gewissen Überblick erlangen konnte. Er wäre sich bewusst, welche gute Arbeit die Kirchen in seiner Stadt leisten und bedankte sich im Besonderen für Peters grossen Einsatz zum Wohle der Wädenswiler! Mit einer grosszügigen Spende als Geschenk unterstütze er auch das Projekt in Brasilien, worüber sich Peter besonders freute.
Mit einem Prosit aller Beteiligten wendeten sich alle Anwesenden dem feinen Essen zu und mit etwas Wehmut und Froher Botschaft im Herzen gehen nun alle weiter.
Danke.
Abschied Peter Camenzind
04.02.2018
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Fotograf/-in
Sabine Zgraggen

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Bereitgestellt: 05.02.2018
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