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Das Leiden Christi hautnah

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Seit über 200 Jahren steht die kleine Tiroler Gemeinde Thiersee im Zeichen der Passionsspiele. Über 250 Laiendarsteller und Musiker stellen sich ganz in den Dienst des Glaubens, um Besuchern aus aller Welt das Leben und Leiden Jesu Christi hautnah zu vermitteln.
Eine Teilnehmerin,
Markus Dettling, Vikar aus der Pfarrei St. Marien Wädenswil, hatte eine Idee: Warum nicht einmal gemeinsam ins Tirol zu dem bekannten, von Laien aufgeführten, Passionsspiel fahren? Immerhin steht ein ganzes Dorf mit seinen Bewohnern seit über zweihundert Jahren in der Tradition, die Geschichte Jesu mit eindrücklichen Spielen aufzuführen?
Als am Samstag den 1. Oktober um 7 Uhr 40 Personen in den Reise-Car stiegen, wusste kaum jemand, was ihn in Thiersee – ein Ort hinter Kufstein – erwarten würde! Die Fahrt war auch für die Jugendlichen des Firmkurses ausgeschrieben, und so ergab es eine bunte Reisegruppe, die bei blutroten Morgenhimmel losfuhr.
Die Stunden im Car zogen ins Land ... doch würde sich dieser Aufwand lohnen? Haben wir die Geschichte Jesu nicht schon (zu) oft gehört, als dass sie uns noch durch Laien-Schauspieler neu berühren könnte?
In der Festspielhalle vor Ort, mit rund 800 Plätzen, ging bei schönstem Sonnenschein das Licht aus. Eine grosse Gruppe von Schauspielern stand in zeitgenössischer Kleidung, samt vielen Kindern, vor uns auf der Bühne. Sie stellten die gleichen Fragen, wie auch wir sie haben: Kann man DAS noch glauben? Dass dieser Jesus aus Nazareth...?
Dann tauchten wir in die biblischen Erzählungen ein: Wechselnde Kulissen, hervortretende Charaktere, ein begeisterter Judas Iskariot, der sich so sehr einen Anführer gegen die Besatzungsmacht Rom wünschte, dass er das friedfertige Wesen Jesu völlig verkannte! Ein eindringlich flüsternder Satan, der sagte, dass es doch viel einfacher und lukrativer wäre, auf SEINE Macht zu setzen, als auf diese unfassbar lächerliche Macht namens "Gottes Liebe". Ein Zachäus, der seine verwöhnte Tochter herbeirief und ihr völlig aus dem Häuschen erklärte, nun sein Vermögen zu verschenken. Dazwischen Gesänge, welche Schicht um Schicht den Weg zu unseren Herzen frei räumte.
Als wir nach zwei Stunden Spielzeit in die grosse Pause hinaus an den sommerlichen See gingen, musste wohl jeder die Eindrücke erstmal sacken lassen. Vielleicht brauchten wir auch etwas Mut für den Schlussteil.
Denn: Es kam, wie es kommen musste. Und doch war da plötzlich eine "andere Ebene". Fast schon ikonografisch und still, ging der Kelch beim letzten Abendmahl herum. Unausweichlich, unverständlich, unabänderlich, wie auch Vieles in unserem Leben!
Wie es dem Regisseur Diethmar Strasser gelang, den Weg Jesu ans Kreuz der nun folgte, so schlicht und doch glaubwürdig, ohne Effekthascherei zu inszenieren, bleibt wohl sein Geheimnis und seine Leistung. Als das Lied erklang: "Er heilt unsere Wunden", sank Jesu Leichnam still und würdevoll in den Schoss Mariens.
Auf dem Rückweg im Reisebus ging Diakon Felix Zgraggen durch die Reihen und sammelte Rückmeldungen ein; diese liessen keinen Zweifel, dass sich 9 Stunden Fahrt mehr als gelohnt hatten!
«Grandioso! … hat mich zum Weinen gebracht...»
«Die Kreuzigungs-Szene war sehr eindrücklich, spannend gespielt, wie echt...»
«Wir konnten wichtige Stationen aus dem Leben Jesu hautnah miterleben.»
«So viele Leute waren beteiligt, auch ganz kleine Kinder spielten schon mit.»
«Eine bewegende, professionelle Darstellung der Laienspieler. Die Rollen des Teufels, Judas und des Petrus waren herausragend und sehr überzeugend gespielt.»
«Die Geisselung war rein musikalisch angedeutet und ging durch Mark und Bein.»
«Sehr schön, von den Kleidern bis zum Bühnenbild, dem Chorgesang und der Musik!»


Die nächsten Passionsspiele Thiersee finden 2022 statt.
Thiersee
Ausflug zu den Passionsspielen in Thiersee, AT
02.10.2016
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Fotograf/-in
Gedankenfotografie.ch

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Pfarrei St. Marien
Röm.-kath. Pfarramt
Etzelstrasse 3
8820 Wädenswil
044 783 87 67
Felix Zgraggen
Verantwortlich: Felix Zgraggen
Bereitgestellt: 27.07.2017
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