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Firmung

Gestärkt durch die Gabe des Heiligen Geistes

Die Firmung gehört zusammen mit Taufe und Eucharistie zu den Sakramenten der christlichen Initiation. Durch sie wird die Taufgnade vollendet und der Gläubige tiefer mit Jesus Christus und seiner Kirche verbunden.

Schon im Neuen Testament begegnen wir der Weitergabe des Heiligen Geistes durch die Apostel. So berichtet die Apostelgeschichte:

„Dann legten sie ihnen die Hände auf und sie empfingen den Heiligen Geist.“ (Apg 8,17)

Die Kirche versteht die Firmung als das Sakrament der besonderen Gabe des Heiligen Geistes. Er stärkt die Getauften und befähigt sie, ihren Glauben bewusst zu leben und Zeugnis für Christus abzulegen.

Der Katechismus der Katholischen Kirche fasst die Bedeutung der Firmung zusammen:

„Das Sakrament der Firmung bildet mit der Taufe und der Eucharistie die Einheit der ‚Sakramente der christlichen Initiation‘; die Einheit dieser drei Sakramente muss daher gewahrt werden.“ (KKK 1285)*

Durch die Firmung wird die Verbindung mit Christus und seiner Kirche vertieft. Das Zweite Vatikanische Konzil lehrt:

„Durch das Sakrament der Firmung werden sie vollkommener der Kirche verbunden und mit der besonderen Kraft des Heiligen Geistes ausgestattet. So sind sie noch strenger verpflichtet, den Glauben als wahre Zeugen Christi in Wort und Tat zugleich zu verbreiten und zu verteidigen.“ (Lumen Gentium 11)

Der Katechismus greift diese Lehre auf und erklärt:

„Die Wirkung der Firmung ist die besondere Ausgießung des Heiligen Geistes, wie sie einst den Aposteln am Pfingsttag zuteil geworden ist.“ (KKK 1302)

Er beschreibt diese Wirkung weiter:

„Die Firmung bewirkt das Wachstum und die Vertiefung der Taufgnade: Sie verwurzelt uns tiefer in der Gotteskindschaft; sie vereint uns fester mit Christus; sie vermehrt in uns die Gaben des Heiligen Geistes; sie macht unsere Verbindung mit der Kirche vollkommener; sie gibt uns eine besondere Kraft des Heiligen Geistes, um als wahre Zeugen Christi den Glauben durch Wort und Tat zu verbreiten und zu verteidigen.“ (KKK 1303)

In der Firmfeier legt der Bischof oder ein von ihm beauftragter Priester den Firmlingen die Hände auf und salbt ihre Stirn mit Chrisam, dem heiligen Öl. Dabei spricht er die Worte:

„Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Die Firmung ist eine Einladung, den Glauben nicht nur zu empfangen, sondern ihn bewusst zu leben. Der Heilige Geist schenkt Kraft, Orientierung und Mut, Christus in der Welt von heute nachzufolgen und Verantwortung in Kirche und Gesellschaft zu übernehmen.

Quellen
Apostelgeschichte 1,8; 2,1–11; 8,14–17
Zweites Vatikanisches Konzil, Lumen Gentium 11
Katechismus der Katholischen Kirche, Nr. 1285–1321, insbesondere Nr. 1285, 1302 und 1303

* Die Zitate stammen aus dem Katechismus der Katholischen Kirche.
Pfarrei St. Marien
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