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Versöhnung, Beichte

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Das Sakrament der Versöhnung – die Beichte

Was bedeutet das Sakrament der Versöhnung?
Vergeben, wenn jemand schuldig geworden ist und mich verletzt hat; hoffen dürfen, dass auch mir vergeben wird - das gehört wesentlich zum Leben im Geiste Jesu. Zu Gott finden wir nur, wenn wir um die Kraft zur Vergebung bitten. Zusammenleben kann nur gelingen, wenn wir immer wieder versuchen, uns miteinander zu versöhnen.
Versöhnung zwischen Tätern und Opfern ist oft nicht möglich. Der Glaube sagt: Gott hat den entscheidenden Schritt auf uns zu getan. Er reicht die Hand zur Versöhnung. Wir müssen nur die ausgestreckte Hand ergreifen. Für den, der Schuld eingesteht, geschieht Versöhnung im Sakrament der Beichte – im Sakrament der Versöhnung.
Der Priester spricht im Namen Gottes und im Auftrag der Kirche diese Versöhnung zu. Die Beichte ist ein Sakrament der Befreiung, der Ermutigung und Heilung. Wer sich darauf einlässt, darf hoffen, dass Gott auch da noch Versöhnung schenkt, wo wir Menschen an Grenzen stossen.
Regelmässiges Beichten bringt uns voran in der persönlichen Entwicklung und auf unserem Glaubensweg. Das helfende und heilende Gespräch mit dem Beichtvater führt uns näher zu Gott, näher zu uns selbst und zueinander.
Papst Franziskus schrieb: „Mit Überzeugung stellen wir das Sakrament der Versöhnung erneut ins Zentrum, denn darin können wir mit Händen die Grösse der Barmherzigkeit greifen. Das Sakrament wird für jeden Bussfertigen eine Quelle wahren inneren Friedens sein.“
Wie können wir uns auf die Beichte vorbereiten?
Wir bitten Gott in einem Gebet, dass er uns mit seinem Heiligen Geist helfen möge, unsere Schuld im Licht seiner Liebe zu erkennen. Er möge uns die Kraft geben, sie offen zu bekennen und unser Herz für den Empfang seiner Vergebung zu bereiten.
Ein Beichtspiegel kann uns helfen, unser Gewissen zu erforschen, über die vergangene Zeit nachzudenken und zu erkennen, wo wir Schuld auf uns geladen haben. Beichtspiegel bzw. sogenannte Gewissenserforschung findet man unter anderem im Katholischen Gesangbuch (Gesangbuch- und Gebetsbuch der deutschsprachigen Schweiz bei der Nr. 25 und 26). Wichtig ist bei der Gewissenserforschung tief in unser Herz hineinzuhören. Im Zweifelsfall gilt jedoch die Regel: lieber etwas zu viel als zu wenig sagen. Für manche ist es eine Hilfe, wenn sie vor der Beichte verschiedene Punkte aufschreiben und den Zettel mit in den Beichtstuhl bzw. ins Beichtzimmer nehmen. Das gibt eine gewisse Sicherheit. Auf jeden Fall brauchen wir keine Angst zu haben. Es gibt wahrscheinlich nichts, was der Priester im Beichtstuhl nicht schon gehört hätte!
Wie sieht der Ablauf einer Beichte aus?
Eine Beichte verläuft in der Regel immer nach dem gleichen Schema, enthält aber immer auch eine persönliche Note, zu der sowohl der/die Beichtende als auch der Beichtvater beitragen.
a) Begrüssung:
Die Beichte beginnt damit, dass man sich bekreuzigt und dabei spricht: „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.“
Der Priester antwortet mit folgenden (oder ähnlichen) Worten: „Gott, der unser Herz erleuchtet, schenke dir wahre Erkenntnis deiner Sünden und seiner Barmherzigkeit. Amen.“
Der/die Beichtende teilt dem Priester mit, wann er/ sie zum letzten Mal zur Beichte gegangen ist. Wenn jemand neu beginnt, dann kann der Priester sich umso mehr freuen.
b) Sündenbekenntnis:
Es folgt nun das Bekenntnis der Sünden. Es soll frei, ehrlich und persönlich sein. Eine grosse Hilfe für den Beichtvater ist es, wenn wir ihm kurz von unserer Lebenssituation und unserem familiären und beruflichen Hintergrund erzählen. Es ist üblich, das Bekenntnis mit einem kurzen Reuegebet abzuschliessen, zum Beispiel: „Herr, ich bereue, dass ich Böses getan und Gutes unterlassen habe. Erbarme dich meiner!“
Wenn es eine Frage gibt, die uns besonders belastet und die wir niemandem sonst anvertrauen möchten, ist es möglich, den Priester um Rat zu fragen oder einfach zu erzählen, was uns bewegt. Wenn es aber absehbar ist, dass ein solches Gespräch länger dauern wird und andere Personen auf die Beichte warten, ist es ratsam, den Priester ausserhalb des Beichtstuhls darauf anzusprechen.
c) Worte des Priesters und Nennung einer Busse:
Nun geht der Priester auf das Bekenntnis ein. Er wird kurz gewisse wichtige Punkte aufgreifen und uns dazu ein paar Gedanken mit auf den Weg geben. Am Schluss wird er uns eine passende Busse auferlegen. Diese kann in Gebeten oder in einem guten Werk bestehen und soll Hilfe sein, den in der Beichte gefassten Vorsatz umzusetzen. Dadurch soll auch deutlich werden, dass wir den geistlichen oder materiellen Schaden, der durch unsere Schuld entstanden ist, so gut wie möglich wieder in Ordnung bringen möchten.
d) Lossprechung:
Nun folgt der Höhepunkt der Beichte: die Lossprechung. In der Lossprechungsformel erinnert der Priester an das Werk der Erlösung durch Jesus Christus und an das Geschenk der Vergebung, das der Kirche anvertraut ist. Die Formel endet in der Ich-Form: „So spreche ich dich los…“ Es ist nicht der Priester, der hier in seinem eigenen Namen spricht und unsere Sünden vergibt, sondern Jesus Christus selbst, der durch den Priester wirkt. Die Worte der Lossprechung lauten:

„Gott, der barmherzige Vater, hat durch den Tod und die Auferstehung seines Sohnes die Welt mit sich versöhnt und den Heiligen Geist gesandt zur Vergebung der Sünden. Durch den Dienst der Kirche schenke er dir Verzeihung und Frieden. So spreche ich dich los von deinen Sünden. Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“

Der/die Beichtende bekreuzigt sich und antwortet mit „Amen“.
e) Entlassung:
Der Priester entlässt Sie mit folgenden (oder ähnlichen) Worten aus dem Beichtstuhl: Deine Sünden sind dir vergeben. „Geh hin in Frieden!“
Der/die Beichtende antwortet: „Dank sei Gott, dem Herrn!“
Vielleicht sagt der Priester noch: „Gelobt sei Jesus Christus“.
Dann lautet die Antwort: „In Ewigkeit. Amen“.
Jetzt können wir den Beichtstuhl bzw. das Beichtzimmer verlassen.

Was ist nach der Beichte zu tun?
Bleiben wir noch ein wenig zum stillen Gebet in der Kirche und verrichten bei Gelegenheit unsere Busse. Sollten wir jetzt merken, dass wir etwas vergessen haben: Kein Problem. Wir können es einfach in unserer nächsten Beichte sagen.
Da Gott uns verziehen hat, vergessen wir nicht, uns selbst ebenfalls zu verzeihen! Und vor allem: Versuchen wir die Liebe Gottes, die wir im Sakrament der Versöhnung empfangen haben, den Mitmenschen gegenüber auszustrahlen!
(vgl. Flyer vom Kloster Einsiedeln: Wie beichten? Eine kleine Hilfe zur Vorbereitung auf das Sakrament der Versöhnung)
Beichtgelegenheiten
Nach Vereinbarung mit unseren Priestern
oder jeden Samstag vor der Abendmesse
28.10.2017   Beichtgelegenheit
04.11.2017   Beichtgelegenheit
11.11.2017   Beichtgelegenheit
18.11.2017   Beichtgelegenheit
25.11.2017   Beichtgelegenheit
02.12.2017   Beichtgelegenheit
09.12.2017   Beichtgelegenheit
16.12.2017   Beichtgelegenheit
23.12.2017   Beichtgelegenheit
30.12.2017   Beichtgelegenheit
06.01.2018   Beichtgelegenheit
13.01.2018   Beichtgelegenheit

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Bereitgestellt: 13.03.2017
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